Philosophie

Was ist der Nutzen von Gestalttherapie und Coaching

Dazu eine kleine philosphische Erklärung. Menschen streben seit der Antike bewusst nach dem guten und glücklichen Leben. Vielfältige Gedanken dazu sind seither auf der Welt diskutiert worden. Was letztlich ein glückliches oder gutes Leben ist, oder welche Wege dafür gegangen werden können, stelle ich als Frage, auch für Sie, in den Raum. Ein solches Leben zu erreichen kann auf mehreren Ebenen umgesetzt werden. Zum Beispiel in der Gesellschaft, in kleinen Gruppen … oder bei mir Selbst …

… Bleiben wir bei uns selbst.

Da wir als Einzelner nicht immer zufrieden und glücklich sein können, suchen wir nach mehr. Auf unserer Suche können uns Dinge passieren, die unser Leben erfreuen, durchwirbeln, verwüsten … Alleine können wir viele dieser Wiederfahrnisse nicht reflektieren, uns daran erfreuen oder unbeschadet überstehen. Wir suchen nach Austauschmöglichkeiten um unsere Erfahrung mitzuteilen. Manchmal vermeiden wird auch den Austausch, weil wir es nicht wollen oder noch nicht bereit dazu sind. Wichtig ist, wir sind als Menschen auf andere Menschen angewiesen. Sie geben uns ihre Unterstützung, neue Perspektiven und Hilfe. Durch unser Gegenüber erfahren wir die Welt anders und neu, spüren Anerkennung und Heilung. Zu diesem Erleben gibt es verschiedene Wege …

… Einer ist Gestalttherapie und Coaching

Anerkannte psychotherapeutische Verfahren oder Coaching sind methodische Verfahren, welche Menschen darin unterstützen, sich selbst intensiver zu erkennen. Ich behaupte, sich selbst intensiver zu erkennen und zu erleben, ist ein Grundstein für die Beantwortung der Frage nach dem guten und glücklichen Leben. Zudem führen uns diese Verfahren nahe an ein Existenzerleben, welches unserem Wesen vorausgeht, so wie es Jean-Paul Sartre philosophisch formuliert. Auftretende Phänomene, Aufgaben, Themen und Probleme in unserem Alltag, in Form von Beziehungskonflikte, emotionalen Krisen, oder der dringende Wunsch nach Weiterentwicklung jeglicher Art, können durch die Gestalttherapie bzw. ein Coaching verwunden und erreicht werden. Ein Weg dazu ist, sich dem Essentiellen zu näheren und weiter unserer Existenz als Mensch. Philosophen nennen dieses Erkennen Da-Sein, Theologen Gott, … und du? Beschreiten wir speziell im Gestalttherapeutischen Setting  diesen Weg, ist die Spur zu deiner Essenz (Wesen) persönlich, vielfältig und unterscheidet sich zu den Spuren der Anderen …

… Die Welt im Kopf.

Wir alle sind geboren, leben aber in unterschiedliche Familien, Milieus sind anders aufgewachsen, in Städten, Ländern, Kontinenten … sind mit mehr oder weniger finanziellen Mittel und Fähigkeiten ausgestattet,  … 

Die gesamte Summe dieser Gegebenheiten prägt uns und unsere Sicht auf die Dinge. Platon beschreibt mit seinem Höhlengleichnis dies recht anschaulich. Seit Kindesbein sind wir in einer Höhle „gefangen“. Wir können sie nicht verlassen. Darin nehmen wir nur die uns bekannten Schattenwürfe eines Feuers auf die uns bekannte Felswand wahr. Dadurch bildet sich die einzigartige Erlebniswelt in uns ab. Sollte sich aber ein fremder Lichtspalt öffnen, hinter dem Geräusche wahrzunehmen sind, ändert sich meine Erlebniswelt erheblich …

… Wie nimmst du deine Spur wahr?

Ich weiß aus Erfahrung und Theorie, dass um seine Spur wahrzunehmen ein anderer Mensch notwendig ist. Martin Buber hat dafür den entscheidenden Hinweis gegeben: „der Mensch wird am Du zum Ich.“ und „alles wirkliche Leben ist Begegnung.“ Jean-Paul Sartre sagt dazu: „Um irgendeiner Wahrheit über mich zu gelangen, muss ich durch den anderen gehen. Der andere ist für meine Existenz unentbehrlich, wie übrigens auch für die Kenntnis, die ich von mir selbst habe.“ In diesen Botschaften steckt unter anderem die Aussage, dass wir im Dialog nach Wahrheiten suchen, die uns unserer Existenz und unserer Essenz näher bringen. Das Entscheidende ist, jeder findet auf seine Art und Weise etwas, was ihn näher an seine Wahrheit, weiter bringt, verändert und wachsen lässt. Der wahrhaftige, gesundende Austausch zwischen Menschen ist deshalb wichtig, da wir alle die Welt oder trefflicher formuliert „die scheinbar existierende Welt im Kopf“ unterschiedlich auslegen.

… die uns vorfindliche Welt

Durch die Erklärbarkeit lernen wir als Menschen in der uns vorfindlichen Welt als Seiende zu sein. Erst erfahren wir die Dinge in dieser Welt durch Beziehungen und Emotionen mit Menschen. Dann erschließen wir die Welt durch Wissen und Logik. In unserer gesamten Lebenszeit bildet sich so eine Persönlichkeit heraus. Der Preis dafür ist hoch. Der Gegenwert zum zivilisierten, gesellschaftskonformen Menschen ist der Verlust unserer Essenz und dem vorausgehenden Da-sein. Wir passen uns an und vergessen uns als holistischen Menschen. Gerne leben wir auch nach Normen und Werten, die wir wenig reflektieren. Hieraus können wir diverse Kontaktstörungen ausbilden. In diesem Prozess gibt es neben dem Lebendigen auch bedrohliche Situationen. Die Erlebnisse, die wir in diesen Situationen erfahren, prägen uns ebenso tief. Ablehnung, Bedrohungen, Brüche, Gewalt, Missbrauch … lagern sich toxisch in uns ein.

…Meine Augen und die Welt

Auf den Punkt gebracht sehen wir die Welt durch unsere Augen. Durch unsere Augen haben wir im Lauf der Zeit eine selbst-konstruierte Brille gestaltet, die uns eine bestimmte Wirklichkeit zeigt. Alles, was wir dadurch sehen, deuten wir für unsere Zwecke und denken, dies ist wahr. Daher steckt auch nach meiner Meinung, hinter allem was wir tun ein persönliches Motiv. Erneut auf den Punkt gebracht, der Mensch (wir) sind selbst für das verantwortlich, was wir aus uns machen. Wir entwerfen und werfen uns sozusagen auf der Grundlage unserer Erfahrungen in die Zukunft. Wird sind „zunächst ein sich subjektiv erlebender Entwurf„.

Während unserer Kindheit sind wir noch unvoreingenommen. Wir sind neugierig und wollen die Welt erleben. Wir spüren sie noch mit unseren Sinnen. Wir unterscheiden erst spät zwischen gut und böse; Moral ist bis in die frühe Jugend ein Fremdwort. Einfach formuliert: Kinder erfahren sich als lebendige Wesen. Das können Sie während des Spielens und im Umgang mit Menschen beobachten. Kinder erleben die Dinge unmittelbar. Zum Beispiel auf die Frage: Wie kann Wasser sein, würden Erwachsene vermutlich nach einer physikalischen Erklärungen ringen und dem Determinismus treu folgen. Ein Kind hingegen? …


… Was brauchst du?

Nur dich selbst und einen menschlicher Bezug! Du konzentrierst dich auf deine Wahrnehmung und dein Erleben. Du hörst in dich hinein und fühlst deinen Rhythmus. Du vertraust dich mit deiner Existenz, die faktisch gegeben ist. In diesem Prozess ist allerdings Zeit, Neugier, Mut und Offenheit notwendig, um Geronnenes wieder zu verflüssigen. Sich diesem schöpferischen Punkt immer wieder zu nähern, bedeutet Weiterentwicklung und die Befähigung zu einem spontanen, erfolgreichen, guten und glücklichem Leben.

Beginne deinen Prozess!

Bist du interessiert Kontakt mit mir aufzunehmen? Ich freue mich über deine Nachricht. Schreibe mir eine E-Mail oder Rufe mich an. Du kannst auch das Kontakfeld ausfüllen. Hinterlasse deine  E-Mail, Rufnummer, Anschrift und Betreff.

E-Mail Addresse

Gestalttherapie@yorkbreidt.de

Telefonnummer

(0170) 4455774

Sitzungen

Ludwigsstraße 42, 79104 Freiburg