Tiefenpsychologische und analytische Psychotherapie gehören zur Gruppe der Langzeittherapien (LZT).
Sie sind sinnvoll, wenn eine Kurzzeittherapie aufgrund der Schwere oder der Besonderheit einer Erkrankung keinen oder nur unzureichenden dauerhaften Erfolg zeigen kann. Dies hängt häufig damit zusammen, dass es sich um chronische, d.h. seit langem bestehende und tiefgreifende Probleme handelt. Deshalb ist hierfür auch eine entsprechend länger dauernde Behandlung erforderlich. Es geht dann nicht nur um die Aufarbeitung der Probleme, sondern auch um die Möglichkeit neuer, positiver Erfahrungen im Rahmen der Behandlungsbeziehung, die es ermöglichen im Alltag spürbare, positive Veränderungen zu erzielen.
Wissenschaftliche Studien zeigen, dass es mit zunehmender Therapiedauer zu besseren, d.h. stabileren, anhaltenden Behandlungsergebnissen kommt.
LEUZINGER-BOHLEBER, M., STUHR, U., RÜGER, B., BEUTEL, M. Langzeitwirkungen von Psychoanalysen und Psychotherapien - eine multiperspektivische, repräsentative Katamnesestudie. Psyche 55: 193-276, 2001.